Die 5 größten Fehler, die Selbstständige bei der Erstellung ihrer Website machen
- Lisa Huber

- May 21
- 4 min read
Inhalt des Beitrags
Ich sehe es immer wieder: Selbstständige, die monatelang über ihre Website nachdenken. Die sich Tools anschauen, Inspirationen sammeln, Konkurrenzseiten studieren, aber dann passiert: nichts. Die Website bleibt ein Projekt auf der To-Do-Liste, das irgendwie nie dran ist.
Und weißt du, was das Schlimmste daran ist? Keine Website ist schlimmer als eine mittelmäßige Website. Denn ohne Online-Präsenz bist du schlicht nicht auffindbar. Punkt.
Aber fangen wir von vorne an. Denn der fehlende Start ist nur einer von fünf Fehlern, die ich in meiner Arbeit mit Solo-Selbstständigen immer wieder sehe. Und die meisten davon haben gar nichts mit Farben, Schriften oder Design zu tun.
Fehler 1: Gar nicht anfangen — weil es sich wie ein riesiges Projekt anfühlt
Dein Website-Projekt wirkt wie ein riesiger Berg. Zu viele Entscheidungen, zu viele Möglichkeiten, zu viel Technik. Also wartest du. Einen Monat. Drei Monate. Ein Jahr.
Ich verstehe das. Wirklich. Aber diese Warterei kostet dich bares Geld, weil du in dieser Zeit keine Kundinnen über deine Website gewinnst.
Die gute Nachricht: Eine Website muss nicht von Anfang an perfekt sein. Sie muss erstmal online gehen, solide, aber ausbaufähig. Eine einfache, klare Startseite mit deinem Angebot und einem Kontaktweg schlägt jede nicht existente Traumseite.
Mein Tipp: Setz dir ein konkretes Datum. Nicht "irgendwann im Frühjahr". Sondern: "Am 15. Mai ist meine Seite online, auch wenn sie noch nicht perfekt ist." Schränke lieber den Inhalt erstmal etwas ein, bevor du zu lange zögerst und auf Perfektion wartest.
Fehler 2: Im Technikchaos steckenbleiben
Jimdo, WordPress, Wix, Squarespace, IONOS — der Markt an Website-Tools ist riesig. Und irgendwer empfiehlt dir immer irgendetwas.
Das Problem dabei: Viele Selbstständige starten mit einem Tool, das entweder zu wenig kann (Jimdo: schnell überfordert, wenn du wachsen willst) oder zu viel kann und daher relativ schwierig zu bedienen ist (WordPress: mächtig, aber technisch anspruchsvoll ohne Vorkenntnisse). Beides führt zum gleichen Ergebnis: Frust, verlorene Zeit, und im schlimmsten Fall eine halbfertige Seite, die du nicht mehr anfasst.
Mein Tipp: Bevor du ein Tool wählst, beantworte dir drei Fragen: Wie technikaffin bin ich wirklich? Will ich langfristig selbst Änderungen vornehmen? Brauche ich Funktionen wie Shop, Buchungssystem oder Blog? Die Antworten zeigen dir deinen Weg.
Fehler 3: Eine Website bauen, bevor das Fundament steht
Das ist der Fehler, der mich am meisten beschäftigt, der aber am häufigsten passiert.
Viele Selbstständige bauen ihre Website, bevor sie wirklich wissen, wen sie ansprechen wollen, was sie anbieten und warum genau ihre Wunschkundinnen bei ihnen und nicht woanders kaufen sollten.
Das Ergebnis: Eine Website, die für alle ist und damit für niemanden wirklich passt. Texte, die sich generisch anfühlen. Ein Angebot, das unklar bleibt. Kein roter Faden. Und dann wundert man sich, warum kaum Anfragen kommen.
Die Website ist nämlich nur das Schaufenster. Was darin steht, entscheidet, ob jemand reinkommt. Wenn du nicht weißt, welche Botschaft du nach außen tragen willst, kann auch das schönste Design das nicht retten.
Mein Tipp: Klär zuerst deine Personal Branding Grundlagen: Zielgruppe, Positionierung, Angebot, Nutzen. Dann bau die Website. In dieser Reihenfolge. Nicht umgekehrt.
Fehler 4: Texte schreiben, die niemanden abholen
Du weißt jetzt, wen du ansprechen willst. Gut. Aber schreibst du auch so, dass deine Wunschkundin sich wirklich angesprochen fühlt?
Die meisten Website-Texte klingen so: "Ich biete professionelle Dienstleistungen im Bereich XY an und unterstütze meine Kunden ganzheitlich." Klingt vertraut? Weil das fast jeder so schreibt. Deine Texte müssen das Problem deiner Zielgruppe benennen, bevor du die Lösung präsentierst. Sie müssen zeigen, was sich für deine Kundinnen ändert, wenn sie mit dir arbeiten. Konkret. Greifbar. In ihrer Sprache.
Mein Tipp: Lies deine eigenen Texte mit den Augen deiner Wunschkundin. Fragt sie sich dabei: "Ja, genau das ist mein Problem!" oder scrollt sie weiter?
Lass deine Texte auch gerne von deinen bisherigen Kunden oder Wunschkunden durchlesen und arbeite deren Feedback mit ein.
Fehler 5: Keine klaren nächsten Schritte für deine Besucher
Deine Website hat eine Aufgabe: Den Besucher zum nächsten Schritt führen. Anfrage, Erstgespräch, Download, Kauf. Je nachdem, was dein Ziel ist.
Wenn dieser Schritt nicht glasklar ist, passiert nichts. Besucher schauen sich die Seite an, finden sie "irgendwie nett" und sind wieder weg. Fehlende oder schwache Handlungsaufforderungen sind einer der häufigsten Gründe, warum eine Website keine Anfragen bringt. Nicht das Design. Nicht die Farben.
Mein Tipp: Jede Seite deiner Website braucht genau einen klaren nächsten Schritt.
Das Fazit — und was du jetzt tun kannst
Die häufigsten Website-Fehler sind keine Design-Fehler. Sie entstehen, bevor auch nur ein einziges Element platziert wird. Fehlende Strategie, unklare Positionierung, kein roter Faden: das sind die echten Baustellen.
Und die gute Nachricht für dich: Das alles lässt sich beheben. Mit dem richtigen Fundament und ein paar konkreten Stellschrauben wird deine Website vom digitalen Visitenkarten-Ersatz zum echten Kundenmagnet.
Wenn du wissen willst, wo bei deiner Website konkret der Schuh drückt, hab ich was für dich: In meinem kostenlosen Guide "5 Gründe, warum deine Website keine Anfragen bringt" zeige ich dir die 5 häufigsten Conversion-Killer — und wie du sie in unter 20 Minuten behebst.


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